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Texte 2006
04.12.2006

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 4, Dezember 2006

Der Wahlabend des 1. Oktober 2006 hat bei vielen ein GlĂĽcksmoment verursacht, der erste Notfallsanzeichen in sich trug. Richtig aufatmen will gelernt sein, vor allem wenn sich zeigt, dass es fĂĽr freudige Erregungen eigentlich keinen Anlass gibt. [mehr]
29.11.2006

Begierde nach Fremden

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Falter, 29. November 2006

André Heller gastiert mit seiner neuen Produktion "Afrika! Afrika!" zwischen November 2006 und Jänner 2007 in Wien. Hinter dem Afrika-Entertainment des "Magiers der Phantasie" tun sich historische und politische Zusammenhänge auf, die mit den Erfordernissen einer zeitgemäßen Gesellschaft nicht vereinbar sind. [mehr]
08.11.2006

FuĂźballerisch unkorrekt

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.25, Dezember 2006/Jänner 2007

Wenn Fußball und Politik aufeinander treffen, gibt es in der Regel einen Grund zu feiern. Nicht so in Frankreich, nachdem jugendliche Proteste und Polizeigewalt erneut die Vorstädte erschütterten. Wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl will Lilian Thuram dem Vormarsch des Rechtspopulisten Nicolas Sarkozy an die Spitze des Staates Einhalt gebieten. [mehr]
24.10.2006

Gegenbilder zu einem rot-weiĂź-roten Credo.

Von Martin Wassermair und Katharina Wegan. Erschienen in: Martin Wassermair/Katharina Wegan (Hrsg.), rebranding images. Ein streitbares Lesebuch zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Ă–sterreich, Studienverlag (2006)

Jubiläen zielen auf positiv erlebbare Wahrnehmungswelten ab, nicht zuletzt deshalb ist der Anspruch aufklärerischer Betrachtungsweisen mit Inszenierungen von Macht und Herrschaft nicht vereinbar. Es geht also darum, kontroversielle Positionen vorzustellen und damit weitere Diskussionsfelder zu eröffnen. [mehr]
15.09.2006

"Dort, wo man zu Hause ist ..."

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Moment #5. Gazette fĂĽr Menschenrechte 3/2006

Die in Politik und Medien stilisierte Heimatidylle ist vor allem fĂĽr jene Menschen bedrohlich, die nach Ă–sterreich kommen, weil sie sich in einem der reichsten Staaten der Welt das Grundrecht auf ein Leben abseits von Verfolgung, Perspektivlosigkeit und Armut erhoffen. [mehr]
12.09.2006

Wir klagen an! Brief an die Ă–ffentlichkeit.

Von Daniela Koweindl und Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 3, September 2006

Wir sprechen die Wahrheit aus, wir schreien sie hinaus und nennen den Schuldigen beim Namen. Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler der Republik Österreich seit dem 4. Februar 2000, ist der teuflische Anstifter eines unheilvollen Machwerks. Er ist schuldig. Für ein völlig hirnrissiges Regime und seine Machinationen. [mehr]
26.08.2006

Viel Kohle fĂĽr viel Dampf!

Von Martin Wassermair. Erschienen in: KUPF-Zeitung, Nr.118/4/06, September 2006

Die oberösterreichische Landesausstellung 2006 verspricht das Eintauchen in die Vergangenheit von Bahn und Bergbau im Hausruckwald. In den Untiefen von "Kohle und Dampf" offenbaren sich allerdings neben Erlebniswelten vor allem historische Auslassungen und wissenschaftliche Einfaltspinselei. [mehr]
15.08.2006

Heimatschutz und Leitkultur

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrat Österreich. Kulturpolitik – Diskurs – Vernetzung, September 2006

Massenmediale Zerrbilder, Stereotype und Kriminalisierung, etwa in der Darstellung von Migrantinnen und Migranten, werden mit schwindendem Widerspruch an die Regierenden zurück gespielt. Wer also die Grundlagen von Identität, angeblicher Leitkultur und Nationalgeschichte erschüttern will, muss deren Zeichensysteme anvisieren. [mehr]
09.07.2006

Zidane: Eine Konstruktion modernen Heldentums

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.23, August/September 2006

Selten zuvor stand das Ende einer glanzvollen Karriere so sehr im Blickpunkt öffentlicher Debatten wie beim Abgang von Zinédine Zidane. Die Filmindustrie hatte kurz vor der WM noch ihren Teil dazu beigetragen. Vom unerwarteten Erfolg der Équipe tricolore beflügelt, rätselt Frankreich nun mehr denn je über das Phänomen des modernen Heldentums. [mehr]
16.05.2006

Keine Kompromisse mehr!

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kultur. Zeitschrift fĂĽr Kultur und Gesellschaft, Nr.5, Juni 2006

Die "Kampftage gegen Armut und Bildungsnot" zeigen auf, dass Armut keineswegs als unausweichliches Schicksal zu betrachten ist, sondern als eine fundamentale Missachtung von Grund- und Menschenrechten. [mehr]
13.05.2006

Beschäftigung, Emploi, Job: Keine Einträge gefunden?

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 2, Juni 2006

Längst haben die Verteilungskonflikte auch die Ressource Information erreicht, deren Privatisierung und Monopolisierung sich ohne jede Rücksicht auf öffentliches Interesse ihre Wege bahnen. Wer auf eine breite Demokratisierung setzt, muss hier Initiative zeigen. [mehr]
22.04.2006

Das System Berlusconi und ein Gallisches Dorf.

Von Martin Wassermair. Festrede am 22. April 2006, Alter Schlachthof Wels

Die Notwendigkeit der KUPF ist alleine schon deshalb unbestritten, weil die Welt, die sie umgibt, ihre Existenz erfordert. Sie wird daran erinnern, dass Gesellschaften - und damit auch ihre kulturellen Produktionsbedingungen – nur als frei zu betrachten sind, wenn Grundrechte und Mobilität der Menschen sowie der Austausch von Kulturgütern, Wissen und Information keine Beeinträchtigung erfahren. [mehr]
06.03.2006

Zwischen Festungsmauern

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 1, März 2006

Das Haus der Geschichte läuft Gefahr, eines Tages zwischen Militärkomplexen und nuklearen Aufrüstungsphantasien, zwischen staatlichen Geschichtsrevisionismen und Festungsmauern für den "Kampf der Kulturen" festgezurrt zu sein. [mehr]
10.01.2006

Nicht bloĂź mit den FĂĽĂźen stampfen ...

Von Martin Wassermair. Erschienen in: 1986 – 2006: 20 Jahre KUPF! Eigenverlag Kulturplattform OÖ, Linz (2006)

Wann immer der Sumo-Ringer den Kampf aufnimmt, tut er dies im Bewusstsein, dass nur im Einklang mit den irdischen Mächten die Gnade der Götter zu finden ist. Die KUPF muss den Schluss daraus ziehen, dass der Kampf in seiner inszenierten Form noch nicht das Erkämpfen der Inhalte in sich trägt. [mehr]