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Texte 2009
01.12.2009

Faces of the Evil. Faces of the Good.

Von Martin Wassermair. Erschienen in: MALMOE, Nr.48, Dezember 2009.

Seit der PrĂ€sidentschaft Barack Obamas macht sich eine signifikante Verschiebung in der Deutung und symbolischen Nachnutzung der Ereignisse von 9/11 bemerkbar. War noch unter der republikanischen Dominanz jede innen- sowie auch außenpolitische Interpretation mit dem Etikett "Security" versehen, so zeichnet sich bereits seit Jahresbeginn 2009 eine Neuorientierung in Richtung "Service" ab. [mehr]
16.11.2009

Das Ohr an den Glasfasern der Geschichte ...

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Brigitte Lehmann, Doron Rabinovici, Sibylle Summer (Hrsg.), Von der Kunst der Nestbeschmutzung. Dokumente gegen Ressentiment und Rassismus seit 1986, Löcker Verlag (2009)

Der digitale Vaterlandsverrat genießt nicht den Ruf eines Everybody's Darling. Die öffentliche Meinung manifestiert sich vielfach in politischer Repression, medialer Schelte und Maßregelungen durch die Behörden. Doch solange Ewiggestrige hohe Positionen der Republik einnehmen, mit rechtsextremem Gedankengut die parlamentarische Demokratie aushöhlen und immer unverschĂ€mter nach Diskurshoheiten greifen, kennt die Konfliktanordnung keine Alternativen. [mehr]
13.10.2009

Am Schulhof des 21. Jahrhunderts

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Junge Kirche, Jg.43, 3/09, Oktober 2009.

Die Stimmung scheint umzuschlagen. Waren es noch vor wenigen Jahren die Jubelmeldungen ĂŒber die große Beliebtheit des Do-it-yourself-Internet und seiner innovativen Möglichkeiten, ohne besondere technische Kenntnisse persönliche Fotos, Videos und BlogeintrĂ€ge einer globalen Öffentlichkeit vorzustellen, ĂŒberschlĂ€gt sich die aktuelle Berichterstattung in den Medien mit Schreckensmeldungen, dass immer mehr MinderjĂ€hrige ausgerechnet durch die neuen sozialen Netzwerke einer unheilvollen Entwicklung entgegen gehen. [mehr]
03.09.2009

Mister Beau

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.45, September 2009

Man stelle sich vor, es gĂ€be ihn nicht. Die Unterhaltungsindustrie mĂŒsste Eric Cantona erfinden. Denn mit der Inszenierung des aufrĂŒhrerischen Raubeins lĂ€sst sich in der Arena der Vermarktung eine Menge Geld verdienen. Davon profitieren neben dem alternden Hauptdarsteller vor allem globale Unternehmen und die Medienwelt. [mehr]
07.07.2009

Die Kirchen des Gewesenen

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Phantom Kulturstadt. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II, Löcker Verlag (2009)

Der UNESCO zufolge sei das kulturelle Erbe das ideelle Eigentum der Menschheit und somit von Weltgeltung, weshalb neben der Erhaltung der physischen Substanz auch der schĂŒtzende Schirm einer entsprechenden Bewusstseinslage aufzubauen ist. Der kognitive KĂ€fig, der sich hier plötzlich auftĂŒrmt, entpuppt sich allerdings als kulturpolitische Trutzburg, deren Festungsmauern gegen eine Welt hochgezogen werden, die schon seit langem in das Visier der Hassparolen gegen Asyl- und vor der Misere Zufluchtsuchende geraten ist. [mehr]
07.07.2009

Kultur und Fiktion im Jahrhundert der Stadt

Von Konrad Becker und Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Phantom Kulturstadt. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II, Löcker Verlag (2009)

Seit Jahren dominiert der vermeintliche Aufstieg der "Kreativen Klasse" die Diskussionen zum sozioökonomischen Strukturwandel der westlichen Informationsgesellschaften. Konzeption und Ideologie der strukturellen Bewusstseinsindustrie von Kultur und Medien entwickeln dabei unweigerlich direkte Auswirkungen auf unsere urbanen RealitÀten. [mehr]
28.06.2009

Culture and Deviation

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Umelec. Magazin fĂŒr zeitgenössische Kunst und Kultur, 02/2009, July 2009

If an emancipating practice of art, media and culture really seeks to use its impetus to find new meaning in social evolution, then a recuperation of that which deviates from convention is called for. The big challenges are no longer avoidable and require new answers and solutions to take effect, especially from the artists' intellectual codes of refusal and radical gestures. [mehr]
28.06.2009

Kultur und Delikt

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Umelec. Magazin fĂŒr zeitgenössische Kunst und Kultur, 02/2009, Juli 2009

Wenn eine emanzipatorische Praxis in Kunst, Kultur und Medien durch ihren Impetus auf gesellschaftliche Entwicklungen zu neuer Bedeutung finden will, ist eine RĂŒckbesinnung auf das "Delikt" im Sinne einer Abweichung von Konventionen unbedingt geboten. Noch befindet sich die Ablehnung des Systems der Zurschaustellung, der Überwachung und der sozialen Inklusion zumeist marginalisierter Gruppen in der Defensive. [mehr]
24.06.2009

AngefĂŒttert. AusgefĂŒttert?

Von Martin Wassermair. Erschienen in: MO #15. Magazin fĂŒr Menschenrechte, Juni 2009

Nach dem neuen Anti-Korruptionsgesetz 2008 sah Salzburgs FestspielprĂ€sidentin Helga Rabl-Stadler die Kultur gleich ganz allgemein gefĂ€hrdet, sollte die generöse Haltung der privaten Financiers strafrechtliche Konsequenzen haben. Vom "Supergau in der Kulturfinanzierung" war selbst in einer vermeintlich seriösen Fachzeitschrift zu lesen. Hat es sich mit dem vorlĂ€ufigen Aus des "AnfĂŒtterns" tatsĂ€chlich ein fĂŒr allemal ausgefĂŒttert? [mehr]
28.05.2009

Der Lack ist ab

Von Martin Wassermair. Erschienen in: KUPF-Zeitung, Nr.130, Juni 2009

Wenige Monate vor den Wahlen 2009 versinkt Oberösterreich in einem Morast von Polizeigewalt, Hitlerverherrlichung und einem Allparteienbeschluss zur Internetzensur. Derweil baut Google im Landesinneren ein neues Datenzentrum. Ein kulturpolitischer Kommentar. [mehr]
02.04.2009

Im Brennpunkt der Konflikte

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.41, April 2009

Mit der erstmaligen Austragung einer FIFA-Weltmeisterschaft wĂ€chst in Afrika die Zuversicht auf einen Ausweg aus der nicht enden wollenden Misere. Doch noch haben Armut, Staatsdespotismus und globale Krisen den Kontinent sowie dessen Fußball fest im Griff. Ein Lokalaugenschein in Kamerun. [mehr]
02.04.2009

Interview Roger Milla: "Der Fußball hat unsere Zeit verĂ€ndert"

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.41, April 2009

Roger Milla ist das Gesicht des afrikanischen Fußballs. Im Interview in YaoundĂ© sprach der Ehrenbotschafter Kameruns ĂŒber den wachsenden Respekt gegenĂŒber afrikanischen Kickern, die harten MĂŒhlen der Kommerzialisierung und den Unterschied zwischen seiner Person und Diego Maradona. [mehr]