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Texte 2011
30.12.2011

Return of the Refugee Flight

Von Martin Wassermair. Erschienen in: eipcp.net, Dezember 2011

For quite some time now the mighty banner of human rights has disappeared from the ranks of ministries, art institutions, syndicates, cultural associations, media projects, which are predicated on understanding civil society as a culturally diverse and conflictual domain and, without cultural political intervention, they will continue to lack any substance. This terrain has been surrendered over to the generality of a rumbling wagon circle, built to defend with an architecture that leaves no room to ensure that fundamental rights are protected. [mehr]
02.10.2011

Der Anfang vom Ende

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.66, Oktober 2011

Samuel Eto'o hat schon bessere Zeiten erlebt. Nach der WM-Pleite und der misslungenen Qualifikation für den Afrika-Cup 2012 warten auf ihn zu Hause nur noch Spott und Häme. Kamerun ist im Zeitalter des globalisierten Fußballs angekommen – und das berühmte Aushängeschild muss jetzt dafür büßen. [mehr]
27.09.2011

Zwitschern gegen das Ungemach

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 3, Oktober 2011

Anfang März 2011 wurde dem Mobiltelefonie-Riesen MTN in Kamerun per ministerielle Weisung angeordnet, den SMS-Dienst von Twitter landesweit abzuschalten. Dieses Beispiel gibt sehr anschaulich Auskunft über aktuelle Entwicklungen der Informationspolitik, über die Unkenntnis der Staatsspitzen von sozialen Netzwerken und deren Folgewirkungen auf das politische Geschehen. [mehr]
27.09.2011

Eine längst verlorene Schlacht

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 3, Oktober 2011

Viele sehen in Afrika den neuen "Westen" mit vielen neuen Möglichkeiten - umso größer sind auch die Begehrlichkeiten. Im Interview spricht Olivier Nana Nzepa über Informationsfreiheit in Afrika, die Rolle von Google und die Gefahr einer digitalen Kolonisierung des Kontinents. [mehr]
09.09.2011

Telegraphenamt Avenue Kakatare IV

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 3, Oktober 2011

Die Weltbank verknüpfte Mitte der 1990er Jahre die Gewährung dringend benötigter Kredite an Kamerun mit der Auflage, weite Bereiche der öffentlichen Leistungen an Private zu übertragen. Seit 2007 ist nun die Versorgung von fast 20 Millionen Menschen mit Wasser ein Geschäftsmodell im freien Kräftespiel der Marktwirtschaft. [mehr]
23.08.2011

Die RĂĽckkehr der Flucht

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011)

Ministerien, Kunstinstitutionen, Interessengemeinschaften, Kulturvereine, Medienprojekte, aus ihren Reihen ragt schon lange nicht mehr das wirkmächtige Banner der Menschenrechte empor. Dieses Terrain wurde der polternden Generalität einer Wagenburg überlassen, in deren Verteidigungsarchitektur die Wahrung der Grundrechte nicht vorgesehen ist. [mehr]
10.08.2011

Ein Stoff sagt mehr als 1000 Worte

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Missy Magazine 03/11, August 2011

Bunte Stoffe mit eingewebten Logos oder politischen Botschaften: Was in Europa wie eine irrwitzige Fashion-Utopie erscheint, ist in Afrika lange Realität. Doch was bedeutet die Kombination aus Bildern, Zeichen und Farben, die seit Jahrhunderten zu einem semiotischen Gesamtkunstwerk verfeinert wird? [mehr]
02.08.2011

Nach der Unumkehrbarkeit der Verhältnisse

Von Konrad Becker und Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011)

Die Bewusstseins- und Medienindustrie, und mit ihr die kulturtechnologische Erweiterung der Symbolmanipulation, gewinnen ungebrochen an Bedeutung. Jenseits traditioneller Formen politischer Strukturen erfolgt MachtausĂĽbung in modernen Gesellschaften vorwiegend ĂĽber undurchschaubare Netzwerke von Konventionen, Regeln, interpersonellen Beziehungen und internalisierter Kontrolle. Das macht eine breite Debatte ĂĽber Kultur als konstitutives Element sozialer Beziehungen und politischer Gemeinschaften schwierig. [mehr]
21.06.2011

Jenseits des digitalen Grabens

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Medienimpulse. Beiträge zur Medienpädagogik, 02/2011, Juni 2011

Lange Zeit galten Medien in den Reihen der afrikanischen Regierungen als Motor des Wandels, als Sprungbrett in die Zukunft, mit dem das Informationszeitalter auf gleicher Augenhöhe zu erreichen sei – etwa nach dem Motto: mit Bandbreite gegen Demokratiedefizite, Analphabetismus und Hunger. Doch auf tatsächliche Verbesserungen der Lebensverhältnisse warten die Menschen noch immer vergeblich. [mehr]
17.06.2011

Telegraphenamt Avenue Kakatare III

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 2, Juli 2011

Frieden – Arbeit – Vaterland. Die Republik Kamerun hat schon in der Dreifaltigkeit ihrer Verfassungssymbole deutlich aufgezeigt, dass Arbeit nicht durch politischen Dissens auf der Straße geschaffen wird, sondern nur im engen Schulterschluss mit den Herrschenden. [mehr]
27.05.2011

Hooliganismus und Heuchelei

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Der Standard, 27. Mai 2011

Der Platzsturm nach dem Platzsturm: Das Fehlverhalten von Rapid-Fans beim 297. Wiener Derby demaskiert die Scheinmoral in Politik und Medien. Ein Kommentar gegen die pauschale Kriminalisierung der FuĂźballfans. [mehr]
14.05.2011

Geschlechtsverwirrung in Ă„quatorialguinea

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.62, Mai 2011

Mehr als ein halbes Jahr vor Beginn der WM 2011 wurde die FIFA zu einer heiklen Mission genötigt. Mit dem Vorwurf, im Team von Äquatorialguinea seien auch Männer anzutreffen, hat die Diskussion um geschlechtliche Uneindeutigkeiten den Weltfußball erreicht. [mehr]
06.05.2011

AnstoĂź mit XY?

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Missy Magazine 02/11, Mai 2011

Der Sensationshunger der Boulevardpresse peitscht auch den Fußball vor sich her. Wann kommt unter den großen Stars das erste schwule Coming-Out? Was entblößt der Blick ins Guckloch der SpielerInnenkabinen? Das quotengierige Los des Jahres 2010 fiel vermutlich auf die Frauen-Nationalmannschaft aus Äquatorialguinea, die in gackernden Schlagzeilen einmal um den Globus getragen wurde. [mehr]
04.05.2011

Telegraphenamt Avenue Kakatare II

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 4, Dezember 2011

Kamerun wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts "Fünfundzwanzigerland" geheißen. 25 Stockhiebe galten als die gesetzlich normierte Sanktion für den einheimischen Disziplinarverstoß. Ganz allgemein bescherte die eiserne Faust dem Alltag vor allem Steuern, Prügel und Zwangsarbeit – dem Handel mit Kolonialwaren jedoch ein florierendes Geschäft. [mehr]
24.03.2011

Telegraphenamt Avenue Kakatare I

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 1, April 2011

In seiner ersten Depesche erkundet das Telegraphenamt Avenue Kakatare die Deutungen des Weltgeschehens im Norden Kameruns und berichtet ab sofort in regelmäßigen Abständen aus dem südlichen Blickwinkel über Politik, Kultur und Alltagsleben. [mehr]
07.03.2011

"Bei den Frauen gibt's auch Rote Karten"

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.60, März 2011

Es gibt kaum eine Trophäe, die Nia Künzer in ihrer Karriere nicht gewonnen hat. Im Interview spricht die Weltmeisterin und langjährige deutsche Teamverteidigerin über Technik und Härte im Frauenfußball, mögliche Gewissenskonflikte mit Metzger Müller und unersättliche Deutsche. [mehr]
02.02.2011

Die Unbekannten vom Spielfeldrand

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.59, Februar 2011

Die FIFA sieht darin ein Problem, das es ernst zu nehmen gilt. Für Jean Claude Mbvoumin handelt es sich um das Monster eines modernen Sklavenmarktes im europäischen Klubfußball. Seit zehn Jahren kämpft der ehemalige Internationale aus Kamerun gegen die Auswüchse des Spielerhandels mit afrikanischen Jugendlichen – und stößt dabei nicht nur auf Sympathien. [mehr]