Demokratische Basisleistung oder Journalismus mit Biss?

Eine Debatte zur Zukunftsfähigkeit des Nichtkommerziellen Rundfunks

Ich wurde nach meinem Ausscheiden als leitender Politikredakteur bei DORFTV wiederholt gefragt, wie es tatsächlich zum Bruch mit dem Community-Sender kam. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Unter der Moderation von Dominika Meindl hat am 13. April 2026 eine überaus kontroversielle Studiodiskussion mit Otto Tremetzberger (Verwaltungsausschuss) und der Kommunikationswissenschaftlerin Manuela Grünangerl (Mitautorin der aktuellen RTR-Studie zum Nichtkommerziellen Rundfunk) maßgebliche Beweggründe dargelegt.

Ein Zitat aus der Debatte sei DORFTV auch hier ein letztes Mal ins Freundschaftsbuch geschrieben: „Für mich ist die Formel einfach. Mehr denn je ist die Zukunftsfähigkeit an unsere Widerstandsfähigkeit zu knüpfen. Und ich war wirklich jahrelang im Inneren von DORFTV. Ich kann versichern, so ich hier sitze, wir haben kaum Zeit dafür aufgewendet, wie DORFTV selber ausreichend Resilienz entwickeln kann. Und das meine ich mit Politisierung. Es gab keine Räume dafür, es gab keine Zeit dafür. Ich habe selber noch zu Ohren bekommen von der neuen Geschäftsführung von DORFTV: Martin, in unseren Mailinglisten, in unseren Team-Mailinglisten wird nicht diskutiert! Die dienen ausschließlich der Information. So die neuen Töne auch hier. Also das sind für mich die völlig falschen Voraussetzungen, um genau das zu leisten, worauf es in Zukunft ankommt. Und das ist ja auch der Titel dieser Studie ‚Was sie tun und was sie leisten‘. Ja eben, diese Leistung eines eigenen Verständigungsprozesses, diese Leistung fehlt mir.“

Die Übertragung steht im Online-Archiv von DORFTV zur Verfügung.