Antimuslimische Stimmungsmache – wie widersetzt sich die Gesellschaft einer Politik der Spaltung?

Der Stachel im Fleisch - Politikgespräche mit Vorwärtsdrang

Der Stachel im Fleisch CLXXXIX

Antimuslimische Stimmungsmache – wie widersetzt sich die Gesellschaft einer Politik der Spaltung?

Sendetermin auf DORFTV:

Montag, 9. März 2026, 17.30 – 18.30 Uhr

Antimuslimische Ressentiments und polarisierende Narrative erweisen sich auch in Österreich als ein anwachsendes Problem. Insbesondere die Themen Migration, Sicherheit und Integration werden immer öfter als Projektionsflächen genutzt, um Ängste zu mobilisieren und gesellschaftliche Gegensätze zu verschärfen. Was als sachliche Auseinandersetzung in Erscheinung tritt, folgt meist den Mustern einer pauschalisierenden und rassistisch motivierten Stimmungsmache, die weit über die politischen Debatten hinaus in den öffentlichen Alltag hineinwirkt. Die Kommunikationsstrategien von FPÖ und ÖVP stechen dabei schon seit geraumer Zeit hervor. Politikwissenschaft und Diskursforschung verweisen in diesem Zusammenhang wiederholt auf Überschneidungen mit Argumentationsmustern rechtsextremer Strömungen, die sich vor allem digitaler Kommunikationsräume bemächtigen und das Klima des Miteinanders vergiften. Das hat schwerwiegende Folgen, denn gesellschaftliche Gruppen werden gegeneinander ausgespielt und die demokratischen Grundlagen des Gemeinwesens destabilisiert.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, wie antimuslimische Stimmungsmache festzumachen ist, welche Konsequenzen für das gesellschaftliche Zusammenleben wirksam werden und womit Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und mediale Gegenöffentlichkeiten der Politik der Spaltung am besten entgegentreten.

Mit Dunia Khalil (Rechtsberatung, Dokustelle Österreich) und Martina Tissberger (Professorin für Postmigrationsgesellschaftliche Soziale Arbeit, FH Linz).

Die Sendung ist auch per Livestream auf DORFTV zu sehen.

Fotocredit: Wael Ibraheem (Khalil)