Der Stachel im Fleisch CLXXXIX
Social-Media-Verbot für Jugendliche – wo zieht die Politik Grenzen zwischen Schutz und Freiheit?
Sendetermin auf DORFTV:
Mittwoch, 25. Februar 2026, 17.30 – 18.30 Uhr
In Österreich wird, wie auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten, über ein Verbot von Social Media für Jugendliche debattiert. Tatsächlich weisen zahlreiche Forschungs- und Studienergebnisse nach, dass insbesondere die exzessive Nutzung von TikTok, Snapschat und Instagram bei jungen Menschen zu Depressionen und Angststörungen führen kann. Mobbing, Hassbotschaften oder Belästigung zählen zudem immer mehr zum digitalen Alltag und beeinträchtigen das Selbstwertgefühl und das Erlernen der zwischenmenschlichen Kommunikation. Dem steht gegenüber, dass Soziale Netzwerke sehr wohl auch Chancen für den kreativen Ausdruck sowie Zugang zu jugendgerechten Bildungsinhalten bieten. Aktuellen Umfragen zufolge befürworten dennoch über 80 % der Österreicherinnen und Österreicher eine vorgeschrieben Altersgrenze für Social Media, da sie vor allem gesundheitliche Risiken und mögliche Suchtgefahren bei Jugendlichen sehen. Auch internationale Vorbilder, etwa aus Australien, werden als Beleg dafür angeführt, dass ein gesetzliches Mindestalter umsetzbar ist. Andere Stimmen verweisen hingegen auf das österreichische Wahlrecht ab 16 Jahren und argumentieren, dass dies auch digitale Möglichkeiten zur politischen Meinungsbildung voraussetzt – ebenso wie umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz im Umgang mit Social-Media-Plattformen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, was TikTok, Instagram und andere Social-Media-Anwendung im Leben von Jugendlichen bedeuten, wie Politik und Gesellschaft darauf reagieren sollen und welche Chancen und Risiken mit gesetzlichen Einschränkungen für die Entwicklung und soziale Teilhabe junger Menschen verbunden sind.
Mit Marion Breitschopf (Geschäftsführerin MediaClan) und Johannes Knierzinger (Geschäftsführer Forum MedienBildung).
Die Sendung ist auch per Livestream auf DORFTV zu sehen.
Fotocredit: Martin Skopal_WachauPhoto (Breitschopf)
