Das Ende der Gewissheiten – was bewirkt die neue Weltordnung?

Der Stachel im Fleisch - Politikgespräche mit Vorwärtsdrang

In der einhundertsechsundachtzigsten Ausgabe der TV-Gesprächsreihe „Der Stachel im Fleisch“ waren Ursula Baatz (Autorin, Journalistin) und Airan Berg (Theatermacher, Zirkusdirektor) bei mir im Studio zu Gast.

Sendetermin: Freitag, 19. Dezember 2025, 18.00 – 19.00 Uhr

Die Gewissheiten der jahrzehntelang andauernden globalen Ordnung geraten seit geraumer Zeit ins Wanken. Die Welt erweist sich immer weniger als ein von Frieden und Dialog getragenes System, sondern wird mittlerweile vielmehr als konfliktreicher Aushandlungsprozess wahrgenommen, der für weitreichende Verunsicherung sorgt. Das Ende der Gewissheiten erzeugt zugleich eine Pluralisierung der Perspektiven, die sich dominanten Geschichtsbildern, Wissensordnungen und Repräsentationsformen widersetzen. Diese Verschiebungen eröffnen Räume für neue Erzählungen und Selbstverständnisse, schaffen aber auch Abwehr, Identitätskonflikte und ein nostalgisches Festhalten an der Vergangenheit. Mit den neuen Ambivalenzen sieht sich die Gegenwart jedenfalls auch mit Herausforderungen konfrontiert, neue Formen von Solidarität, Verantwortung und Zugehörigkeit zu entwickeln.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, wie Menschen auf eine sich verändernde Weltordnung reagieren, inwiefern sie an den gesellschaftlichen Verhandlungen der neuen Narrative und Selbstverständnisse teilhaben können und womit ein friedliches Miteinander ungeachtet der vielen Konflikte gewährleistet werden kann.

Die Übertragung steht im Online-Archiv von DORFTV zur Verfügung.