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Texte
13.12.2014

Die dunklen Räume

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Die Presse Spectrum, 13. Dezember 2014

20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda. Das Trauma ist allgegenwärtig. Wissensvermittlung, Versöhnung, Mahnung? Wie wird eine Gesellschaft mit dem Grauen fertig? [mehr]
07.02.2012

Schon vernetzt? Kamerun, Internet, Weltwirtschaft

Von Roger Taakam und Martin Wassermair. Erschienen in: Berliner Gazette, 7. Februar 2012

Was k√∂nnen das Internet und die Sozialen Medien in Staaten bewirken, die von der Teilnahme an der globalen Wirtschaft weitgehend ausgeschlossen sind? Wie ver√§ndern sie beispielsweise Gesellschaften in Afrika, die durch autorit√§re Regime unterdr√ľckt werden? Kann ein Land wie Kamerun von der Digitalisierung selbst profitieren oder gewinnen nur die IT-Riesen? [mehr]
10.01.2012

Mit langem Atem am kurzen Arm

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Clemens Apprich, Felix Stalder (Hrsg.), Vergessene Zukunft. Radikale Netzkulturen in Europa, transcript Verlag (2012)

Das Verh√§ltnis von √∂ffentlichem Geld und Netzkultur manifestierte sich f√ľr das international viel beachtete Projekt Public Netbase bis zuletzt als Finanzierungsflickwerk, das nie wirklich ein akzeptables Ma√ü der Angemessenheit zum Ausdruck bringen konnte. R√ľckblickend muss der politische Wille auch am politischen Verst√§ndnis daf√ľr abgelesen werden, welche Kosten aus welchem Nutzen f√ľr die Allgemeinheit resultieren. [mehr]
23.08.2011

Die R√ľckkehr der Flucht

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011)

Ministerien, Kunstinstitutionen, Interessengemeinschaften, Kulturvereine, Medienprojekte, aus ihren Reihen ragt schon lange nicht mehr das wirkm√§chtige Banner der Menschenrechte empor. Dieses Terrain wurde der polternden Generalit√§t einer Wagenburg √ľberlassen, in deren Verteidigungsarchitektur die Wahrung der Grundrechte nicht vorgesehen ist. [mehr]
02.08.2011

Nach der Unumkehrbarkeit der Verhältnisse

Von Konrad Becker und Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011)

Die Bewusstseins- und Medienindustrie, und mit ihr die kulturtechnologische Erweiterung der Symbolmanipulation, gewinnen ungebrochen an Bedeutung. Jenseits traditioneller Formen politischer Strukturen erfolgt Machtaus√ľbung in modernen Gesellschaften vorwiegend √ľber undurchschaubare Netzwerke von Konventionen, Regeln, interpersonellen Beziehungen und internalisierter Kontrolle. Das macht eine breite Debatte √ľber Kultur als konstitutives Element sozialer Beziehungen und politischer Gemeinschaften schwierig. [mehr]
02.05.2010

Maschine des Monströsen.

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Peace and Fire. 25 Jahre Alter Schl8hof Wels, Mai 2010.

Im und durch den Schlachthof Wels durfte ich erfahren, dass Differenzen nicht nur Konfliktlinien zum gymnasialen Despotismus sch√§rfen, sondern auch die Substanz bilden, auf der gesellschaftliche Organisation begr√ľndet werden kann. Kulturpolitische Vernetzung muss sich auf Zentren und R√§ume st√ľtzen, die Misst√∂ne etablieren, Artikulation und Selbsterm√§chtigung f√∂rdern und auch die St√∂rung der M√§chtigen erproben. [mehr]
05.02.2010

Selbstenthauptet

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ZUKUNFT. Die Diskussionszeitschrift f√ľr Politik, Gesellschaft und Kultur, 02/2010, Februar 2010

Mitte der 1980er Jahre wurde auch in √Ėsterreich ein Trend eingeleitet, der Aufgabenbereiche von allgemeinem Interesse dem Wettbewerb eines uneingeschr√§nkten Marktes √ľberlassen will: Energie und Verkehr, Altersvorsorge und Gesundheit, aber auch Bildung, Medien, Kunst und Kultur. Nicht zuletzt deshalb muss auch die Rolle der Kulturpolitik, die auf Bundesebene zu einem √ľberwiegenden Teil der sozialdemokratischen Regierungsverantwortung zuzuordnen ist, einer kritischen Bewertung unterzogen werden. [mehr]
16.11.2009

Das Ohr an den Glasfasern der Geschichte ...

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Brigitte Lehmann, Doron Rabinovici, Sibylle Summer (Hrsg.), Von der Kunst der Nestbeschmutzung. Dokumente gegen Ressentiment und Rassismus seit 1986, Löcker Verlag (2009)

Der digitale Vaterlandsverrat genießt nicht den Ruf eines Everybody's Darling. Die öffentliche Meinung manifestiert sich vielfach in politischer Repression, medialer Schelte und Maßregelungen durch die Behörden. Doch solange Ewiggestrige hohe Positionen der Republik einnehmen, mit rechtsextremem Gedankengut die parlamentarische Demokratie aushöhlen und immer unverschämter nach Diskurshoheiten greifen, kennt die Konfliktanordnung keine Alternativen. [mehr]
07.07.2009

Die Kirchen des Gewesenen

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Phantom Kulturstadt. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II, Löcker Verlag (2009)

Der UNESCO zufolge sei das kulturelle Erbe das ideelle Eigentum der Menschheit und somit von Weltgeltung, weshalb neben der Erhaltung der physischen Substanz auch der sch√ľtzende Schirm einer entsprechenden Bewusstseinslage aufzubauen ist. Der kognitive K√§fig, der sich hier pl√∂tzlich auft√ľrmt, entpuppt sich allerdings als kulturpolitische Trutzburg, deren Festungsmauern gegen eine Welt hochgezogen werden, die schon seit langem in das Visier der Hassparolen gegen Asyl- und vor der Misere Zufluchtsuchende geraten ist. [mehr]
02.05.2008

Konservativ fr√∂hlich. Mitf√ľhlend konservativ.

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Kampfzonen in Kunst und Medien. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik, Löcker Verlag (2008)

Ein Blick in die aktuelle politische Praxis der Volkspartei macht deutlich, dass die Beherrschung der Klaviatur populistischer Inszenierungen viele Register zu bedienen wei√ü. In den Denkfabriken der √ĖVP wird die Kulturpolitik zur Ver√§nderungspolitik erkl√§rt - mit dem Ziel, Evangelisierung, Sozialabbau und Turbokapitalismus in ein √∂sterreichisches Zukunftsmodell zu √ľbertragen. [mehr]
31.01.2008

Kunst am Ball?

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Der Standard, 31. Jänner 2008

Der franz√∂sische Situationist Guy Debord glaubte noch an den k√ľnstlerischen Kampf gegen die Gesellschaft des Spektakels. Im Vorfeld der Europameisterschaft 2008 w√§re er wohl zutiefst betr√ľbt. Denn die Kompensation der rot-wei√ü-roten Spielschw√§chen wird ausgerechnet von Kunsteliten √ľbernommen, die ihre Distinktion gegen√ľber dem Massenph√§nomen Fu√üball oft nicht deutlich genug zum Ausdruck bringen k√∂nnen. [mehr]
31.12.2007

Necking, Petting, Fegefeuer

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Sigrid Rosenberger, Martin Wassermair (Hrsg.), Generation Sexkoffer. Jugend in den 80er Jahren zwischen politischem Klimawandel, Freizeitindustrie und Popkultur, Löcker Verlag (2007)

Niemand wollte in den 1980er Jahren so richtig zur Kenntnis nehmen, dass der Sexkoffer nie dazu ausersehen war, zwischen Jausenbrot und Rechenstift in die Schultasche der Kinder gepackt zu werden. Umso mehr eröffnete mir der damit verbundene Kulturkampf die Offenbarung einer Welt, in der ich unumstößlich lebte. [mehr]
04.03.2007

Re-Konkretisierung der Vergangenheit

Von Martin Wassermair und Katharina Wegan. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 1, März 2007

Die Zukunft der historischen Erinnerung hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich stets zu erneuern und Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Denkmäler bieten vielfältige Perspektiven, suchen die Kontroverse und verstehen sich als Einschreibungen in den öffentlichen Raum. [mehr]
24.10.2006

Gegenbilder zu einem rot-weiß-roten Credo.

Von Martin Wassermair und Katharina Wegan. Erschienen in: Martin Wassermair/Katharina Wegan (Hrsg.), rebranding images. Ein streitbares Lesebuch zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in √Ėsterreich, Studienverlag (2006)

Jubiläen zielen auf positiv erlebbare Wahrnehmungswelten ab, nicht zuletzt deshalb ist der Anspruch aufklärerischer Betrachtungsweisen mit Inszenierungen von Macht und Herrschaft nicht vereinbar. Es geht also darum, kontroversielle Positionen vorzustellen und damit weitere Diskussionsfelder zu eröffnen. [mehr]
09.07.2006

Zidane: Eine Konstruktion modernen Heldentums

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.23, August/September 2006

Selten zuvor stand das Ende einer glanzvollen Karriere so sehr im Blickpunkt √∂ffentlicher Debatten wie beim Abgang von Zin√©dine Zidane. Die Filmindustrie hatte kurz vor der WM noch ihren Teil dazu beigetragen. Vom unerwarteten Erfolg der √Čquipe tricolore befl√ľgelt, r√§tselt Frankreich nun mehr denn je √ľber das Ph√§nomen des modernen Heldentums. [mehr]