Home » Texte
i1
i2
Texte
07.02.2012

Schon vernetzt? Kamerun, Internet, Weltwirtschaft

Von Roger Taakam und Martin Wassermair. Erschienen in: Berliner Gazette, 7. Februar 2012

Was können das Internet und die Sozialen Medien in Staaten bewirken, die von der Teilnahme an der globalen Wirtschaft weitgehend ausgeschlossen sind? Wie verändern sie beispielsweise Gesellschaften in Afrika, die durch autoritäre Regime unterdrückt werden? Kann ein Land wie Kamerun von der Digitalisierung selbst profitieren oder gewinnen nur die IT-Riesen? [mehr]
23.08.2011

Die Rückkehr der Flucht

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011)

Ministerien, Kunstinstitutionen, Interessengemeinschaften, Kulturvereine, Medienprojekte, aus ihren Reihen ragt schon lange nicht mehr das wirkmächtige Banner der Menschenrechte empor. Dieses Terrain wurde der polternden Generalität einer Wagenburg überlassen, in deren Verteidigungsarchitektur die Wahrung der Grundrechte nicht vorgesehen ist. [mehr]
21.06.2011

Jenseits des digitalen Grabens

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Medienimpulse. Beiträge zur Medienpädagogik, 02/2011, Juni 2011

Lange Zeit galten Medien in den Reihen der afrikanischen Regierungen als Motor des Wandels, als Sprungbrett in die Zukunft, mit dem das Informationszeitalter auf gleicher Augenhöhe zu erreichen sei – etwa nach dem Motto: mit Bandbreite gegen Demokratiedefizite, Analphabetismus und Hunger. Doch auf tatsächliche Verbesserungen der Lebensverhältnisse warten die Menschen noch immer vergeblich. [mehr]
07.09.2010

wahlkabine.at: Promoting an Enlightened Understanding of Politics

Von Christine Mayer und Martin Wassermair. Erschienen in: Lorella Cedroni and Diego Garzia [eds.]: Voting Advice Applications in Europe: The State of the Art, Scriptaweb (2010)

Effective participation, equality in voting, exercising final control over the agenda and gaining enlightened understanding are characteristics that a polity must achieve in order to qualify as democratic. wahlkabine.at, Austria's most successful voting political orientation tool, provides background informations about topical issues. [mehr]
05.02.2010

Selbstenthauptet

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ZUKUNFT. Die Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur, 02/2010, Februar 2010

Mitte der 1980er Jahre wurde auch in Österreich ein Trend eingeleitet, der Aufgabenbereiche von allgemeinem Interesse dem Wettbewerb eines uneingeschränkten Marktes überlassen will: Energie und Verkehr, Altersvorsorge und Gesundheit, aber auch Bildung, Medien, Kunst und Kultur. Nicht zuletzt deshalb muss auch die Rolle der Kulturpolitik, die auf Bundesebene zu einem überwiegenden Teil der sozialdemokratischen Regierungsverantwortung zuzuordnen ist, einer kritischen Bewertung unterzogen werden. [mehr]
16.11.2009

Das Ohr an den Glasfasern der Geschichte ...

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Brigitte Lehmann, Doron Rabinovici, Sibylle Summer (Hrsg.), Von der Kunst der Nestbeschmutzung. Dokumente gegen Ressentiment und Rassismus seit 1986, Löcker Verlag (2009)

Der digitale Vaterlandsverrat genießt nicht den Ruf eines Everybody's Darling. Die öffentliche Meinung manifestiert sich vielfach in politischer Repression, medialer Schelte und Maßregelungen durch die Behörden. Doch solange Ewiggestrige hohe Positionen der Republik einnehmen, mit rechtsextremem Gedankengut die parlamentarische Demokratie aushöhlen und immer unverschämter nach Diskurshoheiten greifen, kennt die Konfliktanordnung keine Alternativen. [mehr]
03.09.2009

Mister Beau

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.45, September 2009

Man stelle sich vor, es gäbe ihn nicht. Die Unterhaltungsindustrie müsste Eric Cantona erfinden. Denn mit der Inszenierung des aufrührerischen Raubeins lässt sich in der Arena der Vermarktung eine Menge Geld verdienen. Davon profitieren neben dem alternden Hauptdarsteller vor allem globale Unternehmen und die Medienwelt. [mehr]
07.07.2009

Die Kirchen des Gewesenen

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Phantom Kulturstadt. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II, Löcker Verlag (2009)

Der UNESCO zufolge sei das kulturelle Erbe das ideelle Eigentum der Menschheit und somit von Weltgeltung, weshalb neben der Erhaltung der physischen Substanz auch der schützende Schirm einer entsprechenden Bewusstseinslage aufzubauen ist. Der kognitive Käfig, der sich hier plötzlich auftürmt, entpuppt sich allerdings als kulturpolitische Trutzburg, deren Festungsmauern gegen eine Welt hochgezogen werden, die schon seit langem in das Visier der Hassparolen gegen Asyl- und vor der Misere Zufluchtsuchende geraten ist. [mehr]
02.04.2009

Im Brennpunkt der Konflikte

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.41, April 2009

Mit der erstmaligen Austragung einer FIFA-Weltmeisterschaft wächst in Afrika die Zuversicht auf einen Ausweg aus der nicht enden wollenden Misere. Doch noch haben Armut, Staatsdespotismus und globale Krisen den Kontinent sowie dessen Fußball fest im Griff. Ein Lokalaugenschein in Kamerun. [mehr]
02.05.2008

Konservativ fröhlich. Mitfühlend konservativ.

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.), Kampfzonen in Kunst und Medien. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik, Löcker Verlag (2008)

Ein Blick in die aktuelle politische Praxis der Volkspartei macht deutlich, dass die Beherrschung der Klaviatur populistischer Inszenierungen viele Register zu bedienen weiß. In den Denkfabriken der ÖVP wird die Kulturpolitik zur Veränderungspolitik erklärt - mit dem Ziel, Evangelisierung, Sozialabbau und Turbokapitalismus in ein österreichisches Zukunftsmodell zu übertragen. [mehr]
31.01.2008

Kunst am Ball?

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Der Standard, 31. Jänner 2008

Der französische Situationist Guy Debord glaubte noch an den künstlerischen Kampf gegen die Gesellschaft des Spektakels. Im Vorfeld der Europameisterschaft 2008 wäre er wohl zutiefst betrübt. Denn die Kompensation der rot-weiß-roten Spielschwächen wird ausgerechnet von Kunsteliten übernommen, die ihre Distinktion gegenüber dem Massenphänomen Fußball oft nicht deutlich genug zum Ausdruck bringen können. [mehr]
31.12.2007

Necking, Petting, Fegefeuer

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Sigrid Rosenberger, Martin Wassermair (Hrsg.), Generation Sexkoffer. Jugend in den 80er Jahren zwischen politischem Klimawandel, Freizeitindustrie und Popkultur, Löcker Verlag (2007)

Niemand wollte in den 1980er Jahren so richtig zur Kenntnis nehmen, dass der Sexkoffer nie dazu ausersehen war, zwischen Jausenbrot und Rechenstift in die Schultasche der Kinder gepackt zu werden. Umso mehr eröffnete mir der damit verbundene Kulturkampf die Offenbarung einer Welt, in der ich unumstößlich lebte. [mehr]
20.07.2007

Der Tanz des Löwen

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.29, August/September 2007

Kameruns "unbezwingbare Löwen" haben schon bessere Fußball-Zeiten erlebt. Angesichts einer nicht enden wollenden Erfolglosigkeit hält die Nation umso mehr am Starkult und an den Mythen vergangener Tage fest. Die Wahl Roger Millas zum besten Spieler Afrikas des letzten halben Jahrhunderts kommt da sehr gelegen. [mehr]
04.03.2007

Re-Konkretisierung der Vergangenheit

Von Martin Wassermair und Katharina Wegan. Erschienen in: Kulturrisse, Heft 1, März 2007

Die Zukunft der historischen Erinnerung hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich stets zu erneuern und Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Denkmäler bieten vielfältige Perspektiven, suchen die Kontroverse und verstehen sich als Einschreibungen in den öffentlichen Raum. [mehr]
29.11.2006

Begierde nach Fremden

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Falter, 29. November 2006

André Heller gastiert mit seiner neuen Produktion "Afrika! Afrika!" zwischen November 2006 und Jänner 2007 in Wien. Hinter dem Afrika-Entertainment des "Magiers der Phantasie" tun sich historische und politische Zusammenhänge auf, die mit den Erfordernissen einer zeitgemäßen Gesellschaft nicht vereinbar sind. [mehr]
09.07.2006

Zidane: Eine Konstruktion modernen Heldentums

Von Martin Wassermair. Erschienen in: ballesterer fm, Nr.23, August/September 2006

Selten zuvor stand das Ende einer glanzvollen Karriere so sehr im Blickpunkt öffentlicher Debatten wie beim Abgang von Zinédine Zidane. Die Filmindustrie hatte kurz vor der WM noch ihren Teil dazu beigetragen. Vom unerwarteten Erfolg der Équipe tricolore beflügelt, rätselt Frankreich nun mehr denn je über das Phänomen des modernen Heldentums. [mehr]
15.09.2006

"Dort, wo man zu Hause ist ..."

Von Martin Wassermair. Erschienen in: Moment #5. Gazette für Menschenrechte 3/2006

Die in Politik und Medien stilisierte Heimatidylle ist vor allem für jene Menschen bedrohlich, die nach Österreich kommen, weil sie sich in einem der reichsten Staaten der Welt das Grundrecht auf ein Leben abseits von Verfolgung, Perspektivlosigkeit und Armut erhoffen. [mehr]