Widerstand im Zeitenlauf – wie verändern sich Kämpfe gegen Unrecht und Totalitarismus?

Der Stachel im Fleisch - Politikgespräche mit Vorwärtsdrang

Der Stachel im Fleisch CXXVII

Widerstand im Zeitenlauf – wie verändern sich Kämpfe gegen Unrecht und Totalitarismus?

Sendetermin auf DORFTV:

Mittwoch, 3. August. Juli 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Wo Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht – dieses Zitat wird gemeinhin Bertold Brecht zugeschrieben und hat an Aktualität nichts eingebüßt. Stand der große deutsche Literat zu seiner Zeit noch unter dem Eindruck des beispiellosen Terrorregimes des Nationalsozialismus, so haben sich die Kontexte im Laufe der Jahrzehnte verändert. Das Recht auf Widerstand und Veränderung, wenn Unrecht herrscht, entspricht unverändert der Kernidee des modernen Staates. Die Gestaltung des demokratischen Gemeinwesens ist aber immer auch mit totalitären Realitäten konfrontiert, die strukturell genauso zum Tragen kommen wie auch im gesellschaftlichen Alltag. Rassismen, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Erfahrungen, die oft eine Vielzahl widerständiger Aktionsformen zur Folge haben.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, welche Schlussfolgerungen aus dem historischen Widerstand gegen die NS-Herrschaft zu ziehen sind, wie Protest und Auflehnung unter der Voraussetzung digitaler Medien öffentlich wirksam werden und was aktuelle Kämpfe gegen Unrecht und Totalitarismus tatsächlich zur Politisierung beitragen.

Mit Jo Schmeiser (Filmemacherin) und Karin Schneider (Leiterin Kunstvermittlung Museen der Stadt Linz).

Die Sendung ist auch per Livestream auf DORFTV zu sehen.

Fotocredits: ​​​​​​​Parlamentsdirektion/Johannes Zinner, Zoe Goldstein