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14.08.2008
Literatur-Vorschau: Von der Kunst der Nestbeschmutzung
Dokumente gegen Ressentiments und Rassismus seit 1986
Im Herbst 2008 erscheint unter dem Titel Von der Kunst der Nestbeschmutzung ein neues Buch, das von Doron Rabinovici, Sibylle Summer und Brigitte Lehmann anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums des Republikanischen Clubs herausgegeben wird.
Autorinnen und Autoren wie Isolde Charim, Elfriede Jelinek, Georg Hoffmann-Ostenhof, Udo Jesionek, Ferdinand Lacina u.v.m. beschreiben darin die Auseinandersetzung rund um Kurt Waldheim als einen Wendepunkt in Österreich, der die Republik entzweite, zu abwehrenden Reaktionen in der politischen und medialen Öffentlichkeit geführt hat und bis in die Gegenwart wirkt. Auch ich habe für diesen Sammelband einen Beitrag geschrieben, der sich - so viel sei schon jetzt verraten - mit der Konfliktanordnung des digitalen Vaterlandsverrats befasst.
Nähere Informationen in der Programmvorschau des Löcker Verlags. Bestellungen sind ab sofort möglich!
20.07.2008
Kulturpolitik: Noch bleibt Linz verwechselbar
Demokratisierungspläne und die Macht des Spektakels
Noch Ende der 1990er Jahre galt Linz als Paradebeispiel für die partizipative Herangehensweise an einen Kulturentwicklungsplan, der den zeitgemäßen Erfordernissen einer urbanen Gesellschaft Rechnung trägt. Nach dessen Fertigstellung schöpften viele daraus die Hoffnung auf eine Demokratisierung des Kulturbetriebs.
Wenige Monate vor dem Auftakt zur europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009 macht sich Ernüchterung breit. Das Spektakel gewinnt die Oberhand, die vielen kleinen und unabhängigen Kulturprojekte bleiben mit ihren strukturellen Bedürfnissen großteils auf der Strecke.
In einem Kurzkommentar für die Zeitschrift Kulturrisse habe ich dazu Stellung genommen.
15.06.2008
Buchpräsentation: New Practices in Art and Media
Publikation über Geschichte und Bedeutung der Medienkultur-Plattform Public Netbase
Vor einem Jahrzehnt standen globale Kommunikationssysteme im Zentrum von Spekulationen und des künstlerischen Experimentierens. Kulturschaffende zählten zu den frühen Pionierinnen und Pionieren bei der Erprobung und Erforschung des emanzipatorischen Potentials digitaler Medien. Public Netbase gilt bis heute als einer der bedeutendsten Knotenpunkte.
Mit dem Buch Non Stop Future wird die Entwicklung der neuen Praxen in Kunst und Medien anhand der Wiener Netzplattform nachgezeichnet, zu dem auch ich drei Texte beigesteuert habe (u.a. The Nature of Art...). Umfangreiches Archivmaterial aus den Jahren 1994 bis 2006 sowie Beiträge über Projekte, Konferenzen und Interventionen beschreiben Konflikte und Kontroversen. Der Sammelband leistet einen wichtigen Beitrag zur Reflexion des Zusammenwirkens von Kunst, Partizipation und einer digitalen Medienkultur der Zukunft.
Im Rahmen einer Buchpräsentation diskutieren Konrad Becker (World-Information Institute), Dieter Daniels (LBI Medien.Kunst.Forschung), Robert Misik (Autor und Publizist) mit den Herausgeberin Branka Curci und Herausgeber Zoran Pantelic (beide Kuda.Org) .
Am Donnerstag, 19. Juni 2008, 19.00 Uhr im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien .
09.06.2008
Politische Bildung in Europa: Präsentation der Internet-Wahlkabine
Österreichs erfolgreichste Politik-Orientierungshilfe als Best Practice Modell
Von 11. bis 13. Juni 2008 findet im EU-Parlament in Strassburg eine Konferenz des Europäischen Netzwerks der Politischen Bildung ( NECE) statt.
In deren Rahmen stelle ich die österreichische Internet-Wahlkabine als Best Practice Modell vor - sowie als einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Mobilisierung der Wählerinnen und Wähler zur EU-Parlamentswahl im Juni 2009.
22.05.2008
Euro 08: Rote Karte für Kunst und Kultur!
Ausnahmezustand und kulturpolitische Agonie
Schon seit Wochen ist unübersehbar, dass die Fußball-Europameisterschaft 2008 vor allem eines mit sich bringt: Ausnahmezustand! Die öffentliche Hand pumpt Gelder enormen Ausmaßes in einen Event, der vor allem die Konzerne in den VIP-Rängen frohlocken lässt. Zugleich werden Polizeibefugnisse ausgeweitet und Überwachungsvorkehrungen auf den höchsten Stand der Technik gebracht.
Wer, wenn nicht kritische und unabhängige Projekte, Initiativen und aktivistische Medienunternehmungen, sollte in die Systeme der Kommerzwelten eindringen, um für Chaos, Störung und Unordnung zu sorgen? Doch Fehlanzeige!
In einem Kommentar für die aktuelle Ausgabe der KUPF-Zeitung habe ich mir ein paar kulturpolitische Gedanken dazu gemacht.
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